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Betriebliches Gesundheitsmanagement: Je gesünder, desto besser – was Sie selber tun können

03.07.2020

Ein betriebliches Gesundheitsmanagement ist umfassender als isolierte Maßnahmen zur Gesundheitsförderung. Es lässt sich gut etablieren, wenn Arbeits- und Gesundheitsschutz in Ihrer Einrichtung umgesetzt sind. Damit Sie Erfolg haben, sollten Sie von vorneherein auf 4 Säulen aufbauen:

1. Säule: Ihre Unternehmensstrategie

Wir sind es in der Altenhilfe gewohnt, unsere Pflegekunden und Angehörigen in den Mittelpunkt unserer Arbeit zu rücken. Das ist auch absolut richtig so. Allerdings sollte es mit Blick auf den Pflegenotstand auch selbstverständlich sein, dass wir bei unseren strategischen Zielen unsere Mitarbeiter berücksichtigen. Die folgenden Maßnahmen gehören dazu:

  • Nehmen Sie die Interessen Ihrer Mitarbeiter in Ihr Leitbild und die Unternehmensziele auf.
  • Treffen Sie Personalentscheidungen nur in Absprache mit den Mitarbeitern.
  • Werten Sie krankheitsbedingte Ausfall- und Fehlzeiten als wichtige Fehlzeiten aus.
  • Beziehen Sie die Mitarbeiter bei wichtigen Entscheidungen ein. Wenn das nicht möglich oder sinnvoll ist, informieren Sie sie zeitnah und umfassend.
  • Integrieren Sie Aspekte des Gesundheitsschutzes und der Gesundheitsförderung in Ihre strategische Personalentwicklung. D.h. z.B., Sie integrieren das Thema in Mitarbeitergespräche oder in die Fort- und Weiterbildungsplanung.

2. Säule: Gesundheitsfördernde Arbeitsplätze

Wenn Sie den Arbeits- und Gesundheitsschutz systematisch umsetzen, können Sie diese Säule wirksam aufbauen. Ein gesundheitsfördernder Arbeitsplatz senkt automatisch die Fehlzeiten Ihrer Mitarbeiter und erhöht die Zufriedenheit.

3. Säule: Die Gesundheitspotenziale Ihrer Mitarbeiter

Die Gesundheitspotenziale Ihrer Mitarbeiter fördern Sie durch die folgenden Maßnahmen:

  • Arbeiten Sie neue Mitarbeiter systematisch ein.
  • Geben Sie den Mitarbeitern Raum, ihre Entwicklungswünsche zu äußern.
  • Fragen Sie die Mitarbeiter nach ihren Wünschen hinsichtlich der Gesundheitsförderung.
  • Unterweisen Sie die Mitarbeiter mindestens 1-mal im Jahr im Hinblick auf den Hautschutz sowie den Umgang mit schweren Lasten und Gefahrstoffen
  • Bieten Sie Fortbildungsmaßnahmen an, die über die Pflichtunterweisungen im Arbeitsschutz hinausgehen. Hierzu könnte z.B. Kinästhetik gehören, aber auch ein Kurs zum Umgang mit Stress, Supervision und Gutscheine für das Fitnessstudio können Ihren Mitarbeitern sehr gut tun.

4. Säule: Die außerbetrieblichen Rahmenbedingungen

Sicher ist es auch bei Ihnen so, dass Ihre Mitarbeiter die Belastungen bei der Arbeit wesentlich gelassener bewältigen können, wenn es ihnen in ihrem privaten Umfeld gut geht. Gleichzeitig können Sie aber diese speziellen Rahmenbedingungen nur bedingt beeinflussen. Einige Maßnahmen stehen Ihnen dennoch zur Verfügung:

  • Sie können Kooperationen mit einem Fitnessstudio oder Schulungsträgern von gesundheitsfördernden Kursen eingehen und Ihren Mitarbeitern die Angebote zu vergünstigten Konditionen ermöglichen.
  • Sie können Ihren Mitarbeitern familienfreundliche Arbeitszeiten ermöglichen.
  • Sie können Kooperationen mit Anbietern von Kinderbetreuungsmöglichkeiten eingehen. Je gesünder, desto besser. Was Sie selber tun können
  • Sie können ein offenes Ohr für Ihre Mitarbeiter haben, wenn bei diesen private Probleme überhandnehmen.

Berücksichtigen Sie bitte auch, dass sich die Säulen gegenseitig ergänzen.

Ein Beispiel: Sie nehmen in Ihre Unternehmensstrategie das Ziel auf: „Alle Mitarbeiter nehmen jährlich an Fortbildungen mit dem Schwerpunkt der Gesundheitsförderung teil.“ In den Mitarbeitergesprächen oder in Befragungen ermitteln Sie, welche Fortbildungen sich die Mitarbeiter wünschen. Wenn in den Fortbildungen Aspekte angesprochen werden, die sich auf die Arbeitsplätze beziehen, fragen Sie hinterher, ob die Arbeitsplätze angepasst werden müssen, z.B. im Hinblick auf die Ergnonomie oder fehlende Hilfsmittel.

Praxistipp: Eine einzelne Maßnahme macht Ihren Erfolg nicht aus. Versuchen Sie, zu jedem Prinzip einen Teil der Maßnahmen konsequent umzusetzen.

Fazit

Viele von uns sind es gewohnt, die alles entscheidende Frage „Was macht krank?“ zu stellen. In der Altenpflege sind diese Fragen schnell beantwortet. Der Schichtdienst, der Stress, die schlechte Bezahlung, das schwere Heben. Die Frage allerdings, warum viele Mitarbeiter unter den gleichen Bedingungen gesund bleiben, sollte uns viel mehr beschäftigen. Stellen Sie also die Frage: „Was hält unsere Mitarbeiter gesund?“ Dann gelangen Sie automatisch zu Antworten, wie Sie in Ihrer Einrichtung die Arbeitsbedingungen gesundheitsfördernd gestalten können. Lachen bei der Arbeit, ein gutes Klima, ein paar Farben. Arbeitsmittel, die das Pflegen erleichtern, in ausreichender Menge. Ihre Mitarbeiter werden es Ihnen danken und Ihrer Einrichtung die Treue halten.

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